Work, Flow und meine zwei liebsten Schreibtools

In den kommenden zwei Wochen muss ich sehr viel Druckreifes schreiben.

Da hilft es zum einen, einen guten Workflow zu haben, der den kreativen Prozess sich schön entfalten lässt.

Zum anderen hilft es ebenso, die passenden Tools zu kennen, die den Workflow unterstützen.

Mein Workflow beim Schreiben ist in einen analogen und einen digitalen Part unterteilt.

Für einen ersten Einstieg in den Text, das Entwickeln einer Struktur und auch Ideen für Formulierungen, bin ich erstmal analog unterwegs.

Früher habe ich handschriftlich erste Ideen mit Stift und Papier runtergeschrieben.

Inzwischen habe ich für mich entdeckt, Ideen einfach laut vor mich hinzureden und Notizen auf mein Whiteboard zu machen. 

Das ist irgendwie befreiend und gibt mir schon mal ein Gefühl für den Text und die Struktur. Die notiere ich auch erstmal nur analog entweder aufs Whiteboard oder auf Papier.

Dann geht’s schon in die digitale Phase mit einem ersten Entwurf.

Den schreibe ich in den Cold Turkey Writer

Das Tolle an diesem Tool ist zum einen, dass es alle anderen Anwendungen blockiert und man gar nicht die Chance hat, abgelenkt zu werden.

Zum anderen mag ich diese Einfachheit. Es ist einfach eine helle oder dunkle Fläche – je nach Geschmack – auf der man schreibt.

Man kann sich selbst Schreibziele setzen, entweder ein zeitliches oder eine bestimmte Wortanzahl, die man erreichen muss, bevor man das Tool beenden kann. Vorher kommt man aus der Nummer nicht raus.

Man kann den Cold Turkey Writer aber auch ohne Blockierung nutzen.

So sieht die Oberfläche aus, wenn man das Programm startet:

Bildschirmfoto 2021-06-12 um 21.33.40.png

Ein Traum an Einfachheit.

Hiermit schreibe ich also ablenkungsfrei meistens für ein Zeitlimit von 30 bis 45 Minuten einen ersten Entwurf runter.

Den speichere ich für die nächste Phase, in der ich den Text meistens in mehreren Durchgängen überarbeite.

Dafür gibt es mein allerliebstes Lieblingstool, den iA Writer

Früher nur für Mac, jetzt wohl auch für Windows.

Auch dieses Schreibprogramm besticht durch Simplizität. Weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund.

Der iA Writer ist besonders stark beim Überarbeiten. Hier kann man den Fokus-Mode aktivieren, um fokussiert entweder an einzelnen Sätzen oder, wie ich es bevorzuge, an Abschnitten zu arbeiten.

So sieht das aus:

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Allein dadurch, dass der eine Abschnitt in den Fokus rückt, hilft mir ungemein, mich darauf zu konzentrieren und nimmt irgendwie den Druck raus, dass man gerade dabei ist, einen 10.000 Zeichen-Text zu überarbeiten.

Was auch noch schön ist, was ich aber gar nicht so häufig nutze, ist die Stilprüfung. Da kann man sich zum Beispiel alle Füllwörter oder leere Phrasen anzeigen lassen. 

Bildschirmfoto 2021-06-12 um 21.56.57.png

Früher hab ich mich mit der Überarbeitung immer sehr schwergetan, mich teilweise regelrecht durchgequält.

Der iA Writer ist da wirklich ein Segen. Ohne Scheiß! Ich lieb den! Jetzt macht mir der Überarbeitungsprozess sogar richtig Spaß!

Letzter Schritt in meinem Workflow ist dann wieder analog. Dann lese ich den Text noch mal laut.

Da fällt mir dann meistens auch noch das ein oder andere auf und ich bekomme einen guten Eindruck vom Lesefluss und generellen Sound des Textes.

Wenn es ein Blogtext ist, an dem ich arbeite, käme dann das nächste ❤️-Tool zum Einsatz: CoSchedule (Affiliate Link). Aber das ist dann demnächst mal ein anderes Thema.

About the author

Carmen Radeck

Carmen ist Journalistin, Autorin und leidenschaftliche Aktivistin für die Gründerszene im Pott. Seit 2014 betreibt sie das Startup-Portal RuhrGründer.de und ist Mitgründerin von Events wie RuhrSummit, Fuckup Nights Ruhrgebiet und Female Founders Ruhr.

By Carmen Radeck

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